Betrug – Lumpenhund Redakteure decken auf

Ist SP-Schell aus Bonn seriös oder verzweifelt?

Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Beitrag über das Unternehmen SP:Schell, Drachenburgstr. 5, 53179 Bonn, welches von Johann Schell betrieben wird. Zur Klarstellung: Die SP Gruppe ist eine Einkaufsgenossenschaft an der zahlreiche Einzelhändler angeschlossen sind. SP:Schell ist einer von vielen Partner der SP Gruppe, wobei dieser Artikel nicht für die gesamte Gruppe sprechen soll.

Das Unternehmen SP:Schell ist der Redaktion bereits aus dem Jahre 2017 und 2018 bekannt. In beiden Jahren erhielten wir Nachrichten von Kunden die sich über falsche oder schlechte Lieferungen und Beratungsfehler beschwerten.

Doch vor einigen Tagen bekamen wir eine Nachricht eines Unternehmens, dass uns einen mehr als dubiosen Sachverhalt schilderte.

Der Unternehmer erhielt wohl mehrere Anrufe vom Unternehmen SP:Schell. Dabei hinterließ der Anrufer im Sekretariat immer komische Nachfragen und verlangte den Geschäftsführer. Da der Geschäftsführer keinen Zusammenhang erkennen konnte ließt er die Rückruf wünsche unberücksichtigt, „Sie glauben gar nicht wieviele Werbeanrufe bei uns eingehen, wo Callcenter Agenten unter komischen Gründen einen Rückruf des Geschäftsführers verlangen, nur um diesen dann anschließend eine Krankenversicherung zu verkaufen. Ich habe definitiv besseres zu tun.“ gibt uns der Unternehmer im Interview bekannt.

Dann erhielt der Unternehmer eine Email von kontakt(at)sp-schell.de, in ganz großen Buchstaben „An den Geschäftsführer..“. In dieser Email teilte Herr Hans Schell mit, dass einer der Mitarbeiter des Unternehmers einen Fernseher auf Firmenrechnung gekauft hätte, diese jedoch nicht bezahlt hätte. Dieser Mitarbeiter sei als Betrüger bekannt. Herr Schell nannte keinen Namen des Mitarbeiters, lediglich verlangte er Auskunft ob dieser Mitarbeiter, dessen Namen er nicht nennen will im Namen des Unternehmens gehandelt hätte. Dabei droht Herr Schell: „Ich erwarte schnellstens Ihre Antwort da dies für die Betrugs-Anklageschrift wichtig ist. Weiterhin werde ich es dann offiziell an meinem Schwager oder Neffen weitergeben, welche beide beim Finanzamt arbeiten, da anscheinend auch dem Finanzamt gegenüber Betrügereien stattfinden.“

Der Unternehmer dachte zunächst, dass es sich bei dieser Nachricht um einen Trickbetrug handeln würde, denn auf anhieb viel dem Geschäftsführer nichts zu dem Sachverhalt ein. „Ich dachte mir, dass ein ordentlicher Kaufmann in der Regel uns anschreibt, eine säumige Rechnung vorlegt oder einen konkreten kaufmännischen Vorgang nennt, damit ich die Sache ordentlich bearbeiten kann. Noch nie ist es vorgekommen, das mir jemand so eine Email schreibt und gleich droht. Daher habe ich erstmal vorsichtig nachgefragt.“

Genau dies tat dann der Geschäftsführer aus, er frage nach dem Namen des Mitarbeiters und nach den kaufmännischen Vorgang. Als Antwort erhielt er von Hans Schell: „Den Namen des Mitarbeiters kann ich Ihnen aus Datenschutz Gründen verständlicherweise nicht nennen.“ Im Anhang der Email war eine geschwärzte Rechnung.

Als Redaktion finden wir dieses vorgehen ebenfalls sehr mysteriös und vermuteten zunächst eine neue Abzocke. Der Redaktion ist keine Regelung bekannt wonach Rechnungen an einen vermeintlichen Schuldner geschwärzt werden müssen.

Auf mehrere Anfragen der Redaktion erfolgten keine Meldungen.

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