Königs Inkasso GmbH im Auftrag von Vodafone – Seriös?

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Die Firma Königs Inkasso GmbH aus Tönisvorst treibt offenbar Forderungen von Vodafone ein. Sehr merkwürdig ist jedoch, dass die betroffenen keine Verträge mit Vodafone haben. So schildert uns eine Betroffene folgendes. Sie habe im Jahr 2015 ein Schreiben von König Inkasso erhalten, in dem Sie aufgefordert wurde eine Rechnung von Vodafone für ein gekauftes Handy zu bezahlen. Darüber wunderte sich die Betroffene sehr, denn sie hatte bis dahin nie ein Handy bei Vodafone gekauft. Zwar habe sie einen Prepaid Karte von Vodafone, aber sie habe nie in ihrem Leben ein Handy bei Vodafone erworben. Aus diesem Grund habe sie auch bei dem Inkassobüro angerufen und dort den Sachverhalt erklärt. Die Mitarbeiterin von Königs Inkasso sei sehr rabiat und unfreundlich am Telefon zu ihr gewesen. Sie wurde am Telefon durch König Inkasso unter druck gesetzt, denn angeblich könnte man alles beweisen. Die Betroffene forderte dann die Mitarbeiterin auf ihr doch die besagten Beweise zukommen zu lassen. Doch diese blieben aus. „Ich habe nie ein Handy bei Vodafone gekauft.“ Erklärt und die Betroffene ganz klar. Doch statt der Beweise folgten weitere Schreiben von König Inkasso in denen die Betroffene bedroht wurde. Man würde die Forderung der Schufa melden, einen Haftbefehl beantragen und den Gerichtsvollzieher mit der Vollstreckung beauftragen. Wenn sie dann nicht zuhause sei, dann würde man den Gerichtsvollzieher beauftragen die Wohnungstüre durch einen Schlüsseldienst öffnen zu lassen. „Ich bin Lehrerin und fühlte mich bei den Schreiben von König Inkasso wie eine Kriminelle. Zeitweise wollte ich einfach bezahlen, damit dieser Terror aufhört.“ Erklärt und die Betroffene. Doch es hörte nicht auf. Sie rief weitere Male bei König Inkasso an, doch dort wurde sie einfach nur dreist und frech abgespeist. „Zahlen sie endlich!“ habe wohl eine Mitarbeiterin in den Telefonhörer gebrüllt. Doch dann erhielt Sie endlich einen Brief in der eine angebliche Kopie der Rechnung war. Aus der Rechnung erging, dass sie ein Samsung Galaxy Note Edge Handy gekauft habe. Das Seltsame an der Rechnung war jedoch, dass diese auf eine ganz alte Adresse ausgestellt war, eine Wohnung und Stadt in der Sie seit 8 Jahren nicht mehr lebt. Die Lieferung des Handy erfolgte direkt an den Vodafone Shop Weichlingen, Dragon Rakic, Brückenstraße 8, 42799 Leichlingen. „Nie in meinem Leben bin ich in Leichlingen gewesen.“ sagt sie uns am Telefon. Zwischen Leichlingen und ihrer alten Wohnung liegen gut 600 km, etwas viel um ein Handy zu kaufen und von ihrer aktuellen Wohnung sind es sogar gut 800 km. Sie tat das einzig richtige und erklärte König Inkasso, dass sie das Handy nie bestellt habe und damit sei die Sache auch für sie erledigt gewesen. Doch das sollte nicht so sein. Denn nun beauftragte Königs Inkasso die Rechtsanwältin Jennifer Muth-Noven, ebenfalls aus Tönisvorst Diese übernahm nun die Geltendmachung der Forderung. Und wieder erhielt die Betroffene eine Flut von Briefen. Doch diesmal Antwortete Sie der Anwältin ebenfalls mit einem Brief und erklärte, dass sie keinen Vertrag mit Vodafone habe und auch kein Handy dort gekauft hatte. Die Anwältin reagierte prompt und erklärte ihrerseits Sie hätte alle Unterlagen vorliegen aus denen sich der Anspruch ergab. Erst als die Betroffene darauf erwiderte und mit einer Feststellungsklage drohte, nahm sich die Anwältin ausreichend Zeit und erklärte Monate später, dass das Inkassoverfahren gegen die Betroffene eingestellt würde, weil es sich wohl um einen „Fehler“ handle.

Prüfen Sie zweifelhafte Forderungen bevor Sie klein nachgeben, auch wenn es manchmal etwas Zeit und nerven kostet.

6 KOMMENTARE

  1. Alle Inkasso Unternehmen sind erstmal legalisierte Geldeintreiber. Sie werden von Juristen betrieben, die nichts anderes können und/oder auf die schnelle Kohle aus sind. Die Methoden dieser zweifelhaften Unternehmen bewegen sich sicherlich immer in einem Graubereich zwischen legal und illegal. Hier fehlt sicherlich ausreichende staatliche Aufsicht, dazu werden entsprechende Seilschaften und Lobbyarbeit beitragen.

    • Diese wie Sie es nennen „Geldeintreiber“ sind für viele Unternehmen die letzte Möglichkeit, an ihr Geld zu kommen. Woher der schlechte Ruf? Weil man versucht, Geld von Menschen zu bekommen, die Ihre Rechnungen nicht zahlen? Ich frage mich manchmal nach der Moral der Menschen. Man betitelt Inkassoinstitute als Geldhaie und Verbrecher, während Menschen, die ihren dritten Handyvertrag abschliessen, um das neueste Handy zu haben, und diesen genauso wenig bezahlen wie die Verträge zuvor, die armen Opfer sind. Andersherum ist es: Rechnungen nicht bezahlen ist Betrug.
      Übrigens: Inkassofirmen unsterstehen dem BDIU und damit unter Beobachtung. Die INkassogebühren sind ebenfalls gesetzlich geregelt und keine willkürliche Schikane.
      Schade, dass man in Deutschland so ein falsches Bild von Moral und Gerechtigkeit hat.

      • Wurden Sie schon mal von Königs-Inkasso beteogen? Bevor Sie hier den Moralapostel machen, hören Sie sich mal die Beschwerden der Betrogenen an! Kömigs-In,asso ist eine Betrügerfirma und andere Inkasso-Firmen sind nur bedingt besser!

  2. Auch meiner mittlerweile verstorbenen Mutter wurde massiv durch Königinkasso und deren Erfüllungsgehilfen RA Zdrzalek & Winkler gedtoht! Mittlerweile haben Sie mich am Wickel! Diese Leute können nicht anders als lügen und betrügen undzwar auf pietätloseste Art und Weise! Sollte jemand klagen wollen, bitte ich um Nachricht!

  3. Oh, ich würde gerne klagen. Die gehen auf unbescholtene Bürger drauf los und deren Auftraggeber wie Vodafone schauen zu bzw erweisen sich als Erfüllungsgehilfen. Hab da eine sehr schöne Story die datenschutzrechtlich doch arg bedenklich ist…

  4. Auch ich bin Opfer von der Masche vom Inkassobüro Königs. Ich hätte angeblich bei Vodafone ein iPhone gekauft und nicht bezahlt. Ich war nie Kunde bei Vodafone und habe nie ein iPhone gekauft. Ich habe zur Sicherheit die angebliche Kunden-Nr. bei Vodafone prüfen lassen, die existiert nicht.

    Ich habe daraufhin Königs aufgefordert die Unterlagen vorzulegen auf deren Basis sie eine Forderung geben mich eigeleitet haben.

    Die Ausrede ist: Wie prüfen gerade eine Personenverwechslung. Das ist schlicht gelogen. Mein (wirklich seltener) Name und meine Adresse sind nicht verwechselbar! Und Königs verweigert die Herausgaben der Informationen mit dem Hinweis auf Datenschutz. Es ist lächerlich aber ich kann darüber nicht lachen.

    Die Masche macht Königs schon jahrelang und von Seiten der Behörden wird nichts unternommen. Täterschutz könnte sagen…
    Klar, Inkasso ist evt. nachvollziehbar wenn jemand berechtigte Forderungen hat. Aber Forderungen OHNE Grundlage einzutreiben ist versuchter/vorsätzlicher Betrug und dem muss mit voller Härte begenet werden.

    Ich werde jetzt die Verbraucherzentrale anschreiben und wahrscheinlich auch Anzeige gegehn die beiden Geschäftsführer erstatten. Klar, Corona bedingt haben viele Leute Probleme aber auf derartige Weise illegal Geld zu machen geht gar nicht!

    Gruß

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