Plöckl Inkasso GmbH aus München – Seriös?

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Immer häufiger kommen bei uns in der Redaktion Beschwerden über die Firma Plöckl Inkasso GmbH aus München und über die dreiste Art der Geschäftsführerin Marianne Plöckl an. Plöckl Inkasso GmbH arbeitet wohl im Auftrag von IKEA Deutschland GmbH und versucht Forderungen aus EC Karten Rückläufen beizutreiben. Gegenwärtig suchen wir Betroffene die Ebenfalls mit Plöckl Inkasso GmbH Erfahrungen gemacht haben und uns über deren Vorgehen informieren.

12 KOMMENTARE

  1. Ja, kann ich bestätigen.Ikea und Plöckl sind Verbrecher die Hand in Hand arbeiten.Zum Leidwesen der Kunden.Da werden aus 30€ Inkasso schnell mal 400€.Und gedeckt vom Rechtsstaat.Wenn Sie dagegen vorgehen, bin dabei.Besonders bei geplatzten Ec-Lastschriften.Kurz vor Verfall der Forderung werden diese gerichtlich eingetrieben. Das perverse daran, Ikea gibt die Forderung an Plöckl ab.Es gibt keine Mahnungen.Kann nur den Tipp geben, nicht mehr bei Ikea einzukaufen oder keine EC- Karte zu benutzen.

  2. Im Jahre 2014 habe ich was bei IKEA gekauft und leider wurde zurückgebucht. Als ich das gemerkt hatte, habe ich bei IKEA angerufen, dort hieß es, man würde es nochmals abbuchen. Das geschah nicht. Ich habe mich dann hingesetzt und IKEA einen Brief geschrieben, mit der Bitte die Bankdaten zu übermitteln und den zusätzlichen Kosten die entstanden sind. Keine Reaktion von IKEA, aber von Plöckl – Inkasso. Ich habe dann nach dem ersten Brief von Plöckl, einfach mit Ratenzahlung angefangen und seitdem jeden Monat brav gezahlt in Raten. Trotzdem kam dann im Jahre 2016 ein Mahnbescheid mit der VOLLEN Summe, kein Buchstabe bezüglich der Ratenzahlung der letzten zwei Jahre – ich habe gegen den Mahnbescheid komplett widersprochen. Tja nun bin ich in einem schriftlichen Klageverfahren, habe die Klage schon abgewiesen und muss eine unglaubliche schlaue Klageabweisungbegründung erstellen.
    Das steht in der Klage:
    (obwohl ich jeden Monat monatlich eine Rate gezahlt habe, also meine Zahlungsbereitschaft mehr als deutlich gezeigt hatte, und zu dem Zeitpunkt des Mahnbescheides noch in Ratenzahlung stand)

    Es steht nun noch zur Zahlung offen:
    Inkassokosten, Rest (EUR 38,25 ./. EUR 6,13)
    Melderegisterauskünfte
    3. Begründetheit der Klage
    EUR 32,12
    EUR 12,38
    EUR 44,50
    Die Beklagte befand sich ab dem Zeitpunkt der Rückbelastung im Sinne von § 286 Abs. 1, Abs. 2
    Nr. 4 BGB in Zahlungsverzug, da sie mit der Wahl des Lastschriftverfahrens als Zahlungsverfahren
    seine sofortige Leistungsbereitschaft gegenüber der Klägerin erklärt und sich damit „selbst gemahnt“
    hat; Palandt/Grüneberg, BGB, 75. Auflage 2016, § 286 Rn. 25 sowie AG Ludwigsburg, Urteil
    vom 26.07.2007, 8 C 1355/07 = WM 2007, 2198.
    4. Die Beklagte befand sich daher seit dem 30.07.2014 in Verzug und muss somit auch den der Klägerin
    entstandenen und entstehenden Verzugsschaden bezahlen:
    – Inkassokosten in Höhe von EUR 38,25.
    Diese sind angemessen und erstattungsfähig. Die Klägerin konnte davon ausgehen, dass die Beklagte
    zumindest nach Einschaltung eines Inkasso-Unternehmens Zahlung leisten oder einen
    Vergleichs-/Ratenzahlungsvorschlag unterbreiten würde. Dass die Beklagte auch nach Inanspruchnahme
    eines Inkasso-Unternehmens keine Zahlung leistete, war nicht anzunehmen. Die
    Klägerin musste nicht davon ausgehen, dass ein gerichtliches Mahnverfahren und die Einschaltung
    eines Rechtsanwalts geboten war.
    Das Inkassounternehmen Plöck} Inkasso GmbH ist ein registriertes Inkassounternehmen gern. §
    10 Abs. 1 RDG.
    Die Beklagte hatte orgerichtlich keine Einwendungen gebracht. Es lagen keine Anhaltspunkte
    für eine strittige Forderung or bzw. es musste nicht mit einem Rechtsstreit gerechnet werden.
    Die Tätigkeit des Inkasso-Unternehmens ging überdies über die Tätigkeit eines Rechtsanwalts
    hinaus. Im einzelnen hat die Firma Plöckl Inkasso folgende Tätigkeiten ausgeführt:
    Ermittlung der Bank anhand der Bankleitzahl
    Ermittlung der Hauptstelle dieser bezogenen Bank, die die Adressenauskünfte erteilt
    ( die Adressauskunftsstellen der Banken sind teilweise in den Hauptniederlassungen angesiedelt,
    teilweise nach Bundesländern bzw. für mehrere Bundesländer zusammengefaßt,
    teilweise für ganz Deutschland zentralisiert)
    Anschreiben dieser Bank unter Vorlage einer Kopie des EC-Beleges
    Überweisung der Auskunftsgebühr bzw. Buchung der Auskunftsgebühr bei Lastschrift
    Anschreiben der Bankkundin = Schuldnerin
    zweite Mahnung
    Die geltend gemachte Inkassogebühr entspricht einer 0,65 Regel-Geschäftsgebühr gern. RVG aus
    einem Streitwert von EUR 66,15 in Höhe von EUR 29,25 zuzüglich Auslagenpauschale ohne
    Umsatzsteuer. Die Auslagenpauschale ist aus der ursprünglichen Gebühr berechnet und ist nach
    herrschender Meinung nicht anzurechnen. Sie ist angemessen und erstattungsfähig. Sie entspricht
    der überwiegenden Rechtsprechung, die zwischenzeitlich analog einer 1,3 Anwaltsgebühr die Erstattungsfähigkeit
    bejaht (AG Berlin-Lichtenberg, Urteil vom 21.12.2016, AZ: 13 C 245/16).
    Die überwiegende Rechtssprechung spricht inzwischen – auch bei nachfolgender Einschaltung von Anwalt und Gericht – Inkassokosten zu, wenn nicht erkennbarer Zahlungsunwille oder Zah­lungsunfähigkeit vorlag, vgl. Palandt, BGB, 75. Aufl., § 286 Rn. 46 mit Hinweis auf Seitz, Inkas­sohandbuch, 3. Auflage, Rn. 716 ff. und 846 ff.
    – Zusammenfassung der Ersatzpositionen:
    Inkassokosten, Rest (EUR 3 8,25 ./. EUR 6, 13) EUR 32,12
    Melderegisterauskünfte EUR 12,38
    EUR 44,50

  3. Bei mir ging es um 13,40 Euro, bezahlt habe ich am Ende über 300 Euro! Und natürlich ging es ebenfalls um eine Forderung von Ikea. Aller Widerspruch zwecklos.

    • Hallo Heike, wenn du magst kannst du über das Kontakt Formular mal deine Korrespondenz mit Plöckl Inkasso GmbH schicken. Gegenwärtig haben wir den Verdacht der Gebühren Überhöhung und unser Anwalt prüft eine Sammelklage.

  4. Hallo, ich erhielt heute ein Schreiben von Inkasso Plöckl. Total geschockt öffnete ich den Brief, weil ich mir nicht erklären konnte, was das soll. Im März habe ich für 14,43 Euro etwas bei Ikea gekauft und mit EC-Karte gezahlt (ohne PIN- Eingabe). Die Lastschrift konnte nicht ausgeführt werden und ging zurück. Erst verstand ich es nicht, aber dann dämmerte es mir. Es schien mir ein Fehler unterlaufen zu sein. Zu dem Kauf-Zeitpunkt trug ich zwei EC-Karten bei mir. Eine von meiner alten Bank und eine von meiner neuen Bank. Da es bei dem Bankwechsel einige Probleme gab, behielt ich die alte Karte immer noch bei mir. Nun leider habe ich ausversehen mit dieser Karte bei Ikea bezahlt und es nicht gemerkt. Das Konto war nun zwischenzeitlich schon aufgelöst wurden von der Bank und der Betrag konnte nicht abgebucht werden. Da der Betrag sehr gering war, fiel mir das aber leider auch auf den Kontoauszügen nicht auf. Heute, 2 Monate später, bekomme ich Post von Plöckl und soll 101 Euro zahlen. Ist das rechtens? Warum bekomme ich von Ikea keine Mahnung oder Meldung, dass der Betrag nicht abgebucht wurde? Was kann ich tun, muss ich die 101 Euro zahlen?

    • Hallo Yvonne,
      vielen Dank für dein Kommentar. Leider ist es so, dass wenn du an einer Kasse etwas mit EC Karte bezahlst und die Lastschrift nicht eingelöst werden kann, du eben keine Mahnung mehr bekommen musst. Das rührt daher, weil das Geschäft an der Kasse eigentlich sofort hätte bezahlt werden müssen. Mit einer geplatzten Lastschrift hast du dann quasi die Zahlung vorgetäuscht. Daher ergibt sich der Anspruch auf ein Inkasso. Zu der Honorar Rechnung des Inkassobüros kann ich dir nur sagen, dass diese insgesamt viel zu Hoch ist. Gerne kannst du uns das Schreiben der Plöckl Inkasso GmbH senden und wir werden es durch unseren Anwalt kostenlos für dich prüfen lassen.

  5. Hallo Humanis,
    darf ich auch meinen Schriftverkehr mit Plöckl Inkasso GmbH einreichen? Ich wäre bei einer Sammelklage sehr gerne dabei.

    Liebe Grüße

  6. Same here. Hatte aus Versehen mit meiner alten Bankkarte bezahlt, mich dann bei IKEA gemeldet und den Betrag überwiesen (hatte in den Betreff die Rechnungsnr. vom Kassenzettel geschrieben, kein Tippfehler). Die hatten das unbemerkt zurückgebucht, weil sie es nicht zuordnen konnten. Jetzt habe ich Post vom Inkasso erhalten und soll die entsprechende Gebühr bezahlen.

  7. Hi, hab keine Ahnung wie weit hier eine Sammelklage gegen Plöckl läuft.
    Ich habe gerade einem Mahnbescheid widersprochen, bei dem Plöckl aus 1,73 Euro stolze 115 Euro fabriziert hat. TzTzTz
    Als ich gerade angerufen habe wurde nur gesagt das ich von denen hören werde.
    Der Witz dabei ist…. Ich hatte bereits bezahlt und erst 4 Wochen später kam die Forderung von Plöckl.
    Das ganze ist übrigens von Mitte 2015. Die Herrschaften brauchen scheinbar grade wieder mal ein paar neue Opfer.

  8. Hallo ich habe auch Probleme mit der netten Firma. Und zwar bin ich seit 2012 aus der Privatinsolvenz in der auch die Forderung von Ikea (14,65 Euro zzgl. 6,56 Euro Zinsen zzgl 297,55 Euro Inkassokosten. Die Firma Pölckl hat damals einen Einwand gehabt den ich aber widerrufen habe, nur hab ich nie Antwort erhalten. Nun haben Sie eine Kontopfändung veranlasst (gott sei dank hab ich P-Konto) jetzt über 622,45 Euro. Leider bekomme ich von der besagten Firma keine Stellungnahme. Die eigentliche Forderung ist aus 2003.

  9. Hachjaaa, leider sagen unsere Gesetze scheinbar das diese Vorgehensweise sogar noch rechtens ist, obwohl ja auf der Hand liegt das sich die Inkassobüros einfach dran bereichern und z.B. absichtlich die Fälle erst einmal paar Jahre auf Eis legen um dann schön Zinsen aufschlagen zu können.
    Ich werde es dennoch bis vors Gericht laufen lassen, denn es geht mir nicht um ein paar Euro mehr Minus, sondern ums Prinzp. Wenn immer alle klein bei geben und brav mit diesen Gaunern Ratenzahlungen vereinbaren wird diese Sauerei nie enden.
    Wenn deine Forderung im Insolvenzverfahren angemeldet war dann ist sie erloschen Nicole. Also das ist meine Erfahrung, denn ich hatte das auch und es haben immer wieder Gläubiger versucht trotzdem weiter zu kassieren.

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