Bahn BKK – Betrüger, Kriminelle oder Krankenkasse?

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Das Versicherungen nicht immer einen guten Ruf haben ist nichts neues. Besonders dann wenn Versicherte eine Leistung einer Versicherung in Anspruch nehmen wollen, tuen sich die Institute meistens sehr schwer. Dies ist auch ein logisches Verhalten, denn wer will schon gerne Geld ausgeben. Anders ist es jedoch bei Öffentlich Rechtlichen Einrichtungen, wie den gesetzlichen Krankenkassen, die ohne Gewinnabsicht arbeiten sollten. Ihr oberstes Gebot sollte es sein, sich um das Wohl der Versicherten zu kümmern. In den folgenden etwas anderen Fall wendete sich ein Arbeitgeber an die Redaktion um über das Verhalten der Bahn BKK zu berichten. Was die wenigsten Menschen wissen ist, dass auch Arbeitgeber durch die Krankenkassen versichert sind.

Im folgenden Fall handelt es sich um einen kleinen Betrieb mit weniger als 6 Mitarbeitern. Einer dieser Mitarbeiter ist bei der Bahn BKK in Cottbus versichert. Aufgrund einiger Umstände und Krankheit der Buchhalterin konnte der Betrieb seiner Verpflichtung zur Abgabe der Beitragsnachweise an die Krankenkasse nicht nachkommen. Das kann halt eben in kleinen Betrieben einfach mal vorkommen. Als dann der Geschäftsführer einen Profi engagierte um die Beitragsmeldungen und die Lohnkonten zu führen stellte dieser einige Fehler in den Beitragsmeldungen an die Bahn BKK fest. Diese wurden dann korrigiert, ebenfalls eingereicht wurden die versäumten Erstattungsnträge der U1. Was ist die U1? Nun kleine Betriebe bekommen eine Erstattung durch die Krankenkasse, wenn Mitarbeiter krank sind. Dafür beantragt der Arbeitgeber die Erstattung gemäß U1. Je nach Krankenkasse schwankt der Betrag für die Erstattung zwischen 50% bis 80% des Bruttogehaltes des Mitarbeiters. Für kleine Betriebe ist dieser Erstattung meistens Lebensnotwendig, denn wenn man mit wenig Personal arbeitet, dann kann durch die Krankheit eines Mitarbeiters eine bedrohliche Lücke in den Umsätzen auftauchen.

Die Erstattungsanträge wurden mit den Korrekturen an die Bahn BKK übermittelt. Der eingestaltete Spezialist nahm dann Kontakt mit der Bahn BKK auf um das Beitragskonto zu klären. Es sollte im Interesse der Krankenkasse sein, dass die Beitragskonten einvernehmlich geklärt sind. Nun war der Spezialist über die Reaktion der Krankenkasse durch die Mitarbeiterin Frau Kreppel extrem verwundert. In einem Telefonat erklärt ihm die Mitarbeiterin der Krankenkasse, dass sie die U1 Erstattungen nicht anerkennen wird, weil sie das nicht machen wird. Als der Spezialist eine Begründung verlangte, konnte die Mitarbeiterin diese nicht abgeben. Frau Kreppel war der Meinung, dass sie die U1 Erstattung einfach nicht berücksichtigen muss. Als dann der Spezialist mit der Vorgesetzten sprechen wollte meldete sich eine Frau Hartlager, diese teilte ihm mit, dass die Bearbeitung der U1 Anträge länger dauern würde, weil diese eben geprüft würden. Mittlerweile sind drei Wochen vergangen, nicht ein einziger U1 Antrag wurde bisher bearbeitet. Stattdessen erreicht den Arbeitgeber ein Schreiben der Bahn BKK, in der sie eine Überprüfung des Arbeitsverhältnis anfordern. Dazu wollen sie den Arbeitsvertrag und die Kontoauszüge des Unternehmens sehen. Zwar bietet das Sozialgesetzbuch den Krankenkassen die Möglichkeit zur Überprüfung, jedoch reicht deren Kompetenz nicht soweit, dass sie sich Kontoauszüge zukommen lassen können. Insbesondere nicht, weil die U1 Anträge damit nichts zu tun haben, schließlich hat die Krankenkasse auch die Beiträge verlangt und bekommen.

Ein abschließendes Ergebnis in dieser Sache wurde noch nicht bekannt. Über unsere Updates werden wir sie informieren. Schließlich können wir allen Lesern nur eins raten: Schauen Sie genauer hin, wenn Sie jemanden einstellen oder bei welcher Krankenkasse sie sind. Als Arbeitnehmer machen Sie sich bei ihrem Arbeitgeber keine Freunde, wenn Sie Mitglieder der Bahn BKK sind.

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