„Falsche Polizisten“ telefonieren sich die Finger wund

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Bochum (ots) – „Guten Tag, ich bin von der Polizei. Im Notizbuch eines festgenommenen Einbrechers haben wir ihren Namen und ihre Telefonnummer gefunden!“

Am 3. November berichteten wir ausführlich über „Falsche Polizeibeamte“, die speziell im Raum Bochum ihre kriminelle Energie ausgelebt haben. Im Rahmen von Telefongesprächen erkundigten sich die Trickbetrüger nach den finanziellen Verhältnissen und fragten gezielt nach, ob sich in der Wohnung Bargeld und Schmuck befindet oder ob es Schließfächer gibt.

Auch am Wochenende setzten die „Falschen Polizisten“ diese kriminelle Masche fort – in Bochum, in Witten und schwerpunktmäßig jetzt in Herne. Allein aus diesem Bereich riefen am gestrigen 5. Oktober gleich elf Personen an, die zwischen 19.00 und 21.00 einen dieser „Falschen Cops an der Strippe hatten“.

Wir sind sehr froh darüber, dass kein neuer Schadensfall eingetreten ist. Es hat sich hoffentlich überall herumgesprochen, dass die Polizei die Vermögensverhältnisse nicht erfragt – weder per Telefon noch an der Haus- oder Wohnungstür!

Und wir können es nicht oft genug sagen:

Lassen Sie sich den Namen des anrufenden Polizisten nennen, legen Sie auf und rufen Sie Ihre örtliche Polizeibehörde über die Rufnummer 110 an.

Geben Sie unbekannten Personen keine Auskünfte über Ihre Vermögensverhältnisse oder andere sensible Daten.

Öffnen Sie unbekannten Personen nicht die Haus- oder Wohnungstür.

Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen, angebliche Mitarbeiter von Polizei, Staatsanwaltschaften, Gerichten oder Geldinstituten.

Ganz wichtig: Pflegen Sie als jüngerer Mensch Kontakt zu Ihren älteren Angehörigen / Mitbewohnern und informieren sie über diese Masche. Machen Sie ihnen das Angebot, bei fremden Besuchern an der Wohnungstür zur Sicherheit hinzuzukommen und übergeben Sie für solche Fälle die eigene Telefonnummer.

Wenn Sie Opfer eines solchen Anrufes geworden sind, wenden Sie sich in jedem Fall an die Polizei und erstatten eine Anzeige.

Dafür ein herzliches Dankeschön Ihrer „Echten Polizei“!

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