Deutsche Bus und Medien Werbung GmbH – unter Betrugsverdacht

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Die Deutsche Bus- und Medienwerbung GmbH, Prinzenallee 89 in Berlin steht tatsächlich unter erheblichen Betrugsverdacht. Zahlreiche mutmaßliche Opfer folgten unserem Aufruf und meldeten sich auf unserer Internetseite. Dabei erhielten wir viele Informationen und auch zahlreiche Unterlagen eingereicht. Die Masche der Deutsche Bus und Medienwerbung GmbH aus Berlin mit den Geschäftsführerinnen Ingrid Gollin und Heike Schmiedel ist schon etwas beneidenswert. Bevor wir jedoch auf die Masche näher eingehen veröffentlichen wir hier die aktuellen Daten des Unternehmens:
Deutsche Bus- und Medienwerbung GmbH
Prinzenallee 89-90
13357 Berlin
Eingetragen im Handelsregister Berlin-Charlottenburg unter HRB 157402B

Derzeit vertreten durch die Geschäftsführerinnen Ingrid Gollin und Heike Schmiedel.

Die Masche des Unternehmens ist ziemlich einfach, aber dennoch genial. Die Deutsche Bus- und Medienwerbung GmbH beauftragt Handelsvertreter mit der Vermarktung ihrer Werbeanzeigen auf Bussen oder Straßenbahnen. Die Vertreter sind meistens nicht ganz unschuldig an der Miesere. So besuchen sie oft Einzelhändler oder Geschäfte währen der täglichen Öffnungszeiten. Sie stellen sich kurz vor und bieten die Werbung auf einer Buslinie oder Straßenbahn, die im Einzugsgebiet des Geschäftes liegt. Die Werbung wird zu überteuerten Preisen angeboten, was die mutmaßlichen Auftraggeber aber nicht wissen. Willigt der Kaufmann einen Vertragsabschluss ein, so wird ein sehr unübersichtliches Formular vorgelegt. Uns liegen verschiedene Formulare vor, die von der Aufmachung her hoch offiziell aussehen. In einer Variante wird eine Werbefläche in einer Region angeboten, als Art des Verkehrsmittel wurde Bus vorgegeben. Die Formulare sind so aufgebaut, dass der Auftraggeber über die tatsächlichen Kosten getäuscht wird, denn diese sind nie auf den Verträgen erkennbar. So wird auf dem Formular ein Preis für das bestellte Format angegeben (36 Monatsraten á  229,-). Wie hoch jedoch der Gesamtbetrag ist ergibt sich nicht aus dem Formular. Zusätzlich werden die Kunden durch die Vertreter darüber informiert, dass es angeblich ein Rücktrittsrecht vom Vertrag geben würde. Ein derartiges Recht wird jedoch bei genauerem Betrachten nicht vereinbart.

Der Betrug der Deutsche Bus- und Medienwerbung GmbH

Ab wann ist es Betrug? Wenn ich Geld für etwas nehme, in der festen Absicht mir einen Vermögensvorteil zu verschaffen und dafür keine Gegenleistung liefere. Unsere Recherchen ergaben, dass selbst auf Nachfragen nie eine der verkauften Werbungen auf einen Bus oder einer Straßenbahn erschienen sind. Keiner der betroffenen Auftraggeber hat jemals einen Buss oder eine Straßenbahn mit seiner Werbung gesehen. Weiterhin haben wir entsprechend recherchiert. Die Vermarktung von Bus und Straßenbahnwerbung obliegt meistens großen Unternehmen wie Störer oder den Betreibergesellschaften selbst. Niemand konnte uns eine Zusammenarbeit mit der Deutsche Bus- und Medienwerbung GmbH bestätigten.

Also eine gute Masche, die selbst die Polizei und die Staatsanwaltschaften austrickst. Denn oft ist es so, dass die Betroffenen nach Erhalt der Rechnung sich über diese Beschweren, dann von ihrem versprochenen Rücktrittsrecht gebrauch machen und somit der Deutschen Bus- und Medienwerbung GmbH in die Hände spielen. Denn nun müssen sie die Werbung nicht mehr veröffentlichen, sondern können für den Rücktritt einen Schadensersatz geltend machen. Doch dies ist noch sehr Zweifelhaft.

4 KOMMENTARE

  1. Hallo,
    ist dieses Thema noch aktuell. Bin zur Zeit betroffen.
    Habe den Vertrag fristgerecht gekündigt da ich das Fahrzeug länger nicht mehr gesehen habe.
    Nun nach Ablauf des Vetrages soll ich das Entfernen der Folie bezahlen (240 Euro netto pro Einheit).
    Nach Rücksprache des Taxiunternehmens befindet sich die Werbung seit kurzem eh nicht mehr auf dem Fahrzeug (Verkehrsunfall, etwa 3 Monate vor Ablauf des Vertrages).
    Das Fahrzeug ist in Niederbayern unterwgs und die nette Vertreterin kommt aus dem benachbarten Deggendorf.
    Gibt es hier Anwälte, die sich mit dieser GmbH auskennen?

  2. Ich habe im Juni einen Gerichtstermin weil ich so dumm war und auf mein Taxi eine Werbung machen lassen habe. Dem Geld bin ich nachgelaufen. Dann habe ich mein Unternehmen verkauft und dem Medien Unternehmen mitgeteilt, das das Auto jetzt bei jemand anders ist und das sie sich äußern möchten wegen der Bezahlung.
    Daraufhin spielt das Unternehmen toter Mann. Der neue Besitzer teilt dem Werbenden nach Monaten mit, das er die Werbung abmachen würde, da er kein Geld bekommt. Dann kommt ein Schreiben vom Gegnerischen Anwalt, das ich meinen Vertrag nicht erfüllt habe. Das ging jetzt seit Oktober 2017. Das Auto ist inzwischen Schrott. Und im Juni ist dann eine Güteverhandlung. Man sollte jeden vor diesem Unternehmen warnen.

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