Kasseler Polizei warnt vor Trickdiebstählen durch angebliche Pflegedienstmitarbeiter

0
993

Kassel (ots) – In Stadt und Landkreis Kassel kommt es aktuell zu mehreren Fällen, bei denen Unbekannte an den Wohnungstüren von Senioren vorstellig werden und sich als angebliche Pflegedienstmitarbeiter sowie in zwei Fällen auch als Ordnungsamtsmitarbeiter ausgeben. Dabei handelte es sich allerdings um Trickdiebe, die es nur auf die Wertsachen der Rentner abgesehen haben und versuchen deren Verstecke zu erfragen. Die Kasseler Polizei warnt daher dringend vor dieser Masche und bittet Senioren und Angehörige möglicher Opfer besonders aufmerksam zu sein. Bereits gestern kam es zu sieben solcher Taten, am heutigen Tag meldeten sich bereits zwei weitere Senioren, bei denen Trickdiebe sich als Pflegedienstmitarbeiter ausgegeben hatten.

Hinweise erbeten; im Notfall 110 wählen

Die weiteren Ermittlungen zu diesen Straftaten führen die Beamten des für Trickdiebstähle zuständigen Kommissariats 21/22 der Kasseler Kripo. Sie bitten Zeugen, die Hinweise zu einem der Trickdiebstähle der letzten beiden Tage geben können, sich unter Tel. 0561 – 9100 bei der Kasseler Polizei zu melden. Senioren, bei denen Unbekannte mit einer solchen Masche an der Haustür vorstellig werden, sollten sofort über den Notruf 110 die Polizei alarmieren und auf keinen Fall fremde Personen in die Wohnung lassen.

Sieben Fälle vom Mittwoch bekannt

Bislang sind der Kasseler Polizei sieben Fälle vom gestrigen Mittwoch bekannt, bei dem Trickdiebe an den Haus- oder Wohnungstüren von Senioren vorstellig wurden. Fünf Mal gab sich ein Unbekannter als Mitarbeiter eines Pflegedienstes, zwei Mal als Mitarbeiter des Ordnungsamtes aus. Aus unterschiedlichen Gründen gaben die Täter dann vor, das Hab und Gut der Rentner überprüfen zu müssen und ließen sich teilweise die Verstecke und die Wertgegenstände zeigen. In mehreren Fällen kam es dabei unbemerkt zum Diebstahl von mehreren hundert Euro Bargeld. In drei Fällen blieb es beim Versuch, da die Opfer rechtzeitig Verdacht schöpften. Die Tatorte lagen gestern alle in Kassel, in der Murhardstraße, Triftweg, Arnimstraße, Bromeisstraße, Am Donnarbrunnen und der Gerhart-Hauptmann-Straße.

Heute zwei weitere Fälle angeblicher Pflegedienstmitarbeiter

Am heutigen Donnerstagvormittag meldeten sich erneut zwei Senioren bei der Polizei, die Besuch eines vermeintlichen Pflegedienstmitarbeiters erhalten hatten. Gegen 9 Uhr hatte ein Täter mit dieser Masche bei einer betagten Frau im Kasseler Wacholderweg mehrere hundert Euro Bargeld erbeutet. Um kurz nach 10 Uhr alarmierte eine Rentnerin aus der Philipp-Scheidemann-Straße in Lohfelden die Polizei, da sie ebenfalls von einem falschen Pflegedienstmitarbeiter heimgesucht wurde. Sie hatten den Trickdieb jedoch durchschaut und aus der Wohnung geworfen.

Täterbeschreibungen ähneln sich

In vielen Fällen ähneln sich die von den Senioren abgegebenen Täterbeschreibungen, bei denen ein gepflegter, freundlicher und athletischer Mann, um die 40 Jahre alt, mit kurzen dunklen Haaren beschrieben wurde, der Deutsch oder Deutsch mit einem ganz leichten ausländischen Akzent sprach. Hinweise auf eine solche Person nimmt die Kasseler Polizei ebenfalls unter der Tel. 0561 – 9100 entgegen.

Tipps der Polizei

- Lassen Sie keine Fremden in die Wohnung!
- Sehen Sie sich Besucher vor dem Öffnen durch den Türspion oder  mit einem Blick aus dem Fenster an und machen Sie von Ihrer  Türsprechanlage Gebrauch.
- Öffnen Sie die Wohnungstür niemals sofort - legen Sie immer  Sperrbügel oder Sicherheitskette an.
- Ziehen Sie telefonisch eine Nachbarin oder einen Nachbarn hinzu, wenn unbekannte Besucher vor der Tür stehen, oder bestellen Sie  die Besucher zu einem späteren Termin, wenn eine  Vertrauensperson anwesend ist.
- Rufen Sie beim geringsten Zweifel unter 110 bei der Polizei oder bei dem entsprechenden Pflegedienst an. Suchen Sie dazu die  Telefonnummer selbst heraus und ziehen Sie telefonisch eine  Nachbarin oder einen Nachbarn hinzu.
- Lassen Sie Pflegedienstmitarbeiter, Handwerker etc. nur dann  herein, wenn Sie sie selbst bestellt haben oder wenn sie von der Hausverwaltung angekündigt worden sind.
- Wehren Sie sich gegen zudringliche Besucher notfalls auch  energisch. Sprechen Sie sie laut an und rufen Sie um Hilfe.
- Pflegen Sie Kontakt zu älteren Mitbewohnerinnen und  Mitbewohnern. Machen Sie ihnen das Angebot, bei fremden  Besuchern an der Wohnungstür zur Sicherheit hinzuzukommen, und  übergeben Sie für solche Fälle die eigene Telefonnummer.

Matthias Mänz Polizeioberkommissar -Pressestelle- Tel. 0561 – 910 1021

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Nordhessen
Grüner Weg 33
34117 Kassel
Pressestelle

Telefon: 0561/910 10 20 bis 23
Fax: 0561/910 10 25
E-Mail: poea.ppnh@polizei.hessen.de

Außerhalb der Regelarbeitszeit
Polizeiführer vom Dienst (PvD)
Telefon: 0561-910-0

E-Mail: ppnh@polizei.hessen.de

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.